Beschreibung
Ein Boogie-Woogie-Pianist tastet sich vor und erzählt
Die traditionelle Musikwissenschaft unterscheidet zwischen Ernst („E-Musik“) und Unterhaltung („U-Musik“). Boogie-Woogie, aber auch der nicht immer traurige Blues, werden in die zweite Kategorie gesteckt. Dabei kann es wirklich ernst werden, wenn man sein Publikum unterhalten möchte. Es gibt Pannen, man hat Pech und erlebt Pleiten, wenn man mit ein wenig „Dschungelmusik“ am Klavier für gute Laune sorgen möchte. Das geschieht immer in bester Absicht, doch manchmal hat das Leben andere Pläne und bringt den Musiker in Situationen, die mitunter skurril und (fast) immer komisch sind.
Christian Bleiming, geb. 1960, stammt aus Coesfeld und lebt seit 1984 in Münster.
Seine Liebe zur deutschen Sprache sowie seine Leidenschaft für die Welt des Piano-Blues & Boogie-Woogie ließen ihn zunächst von einer Karriere als Musikjournalist träumen, doch als 20-Jähriger verdiente er mehr Geld an den meist verstimmten Klavieren der heimischen Erlebnisgastronomie als mit den Artikeln über Konzerte in seiner Heimat. Also musste die „Münstersche Zeitung“ schon bald ohne Christian Bleiming auskommen, weil dieser seitdem als „westfälischer Boogie König“ sein Einkommen erzielt. 2021 ging Bleiming in die künstlerische Altersteilzeit und schrieb aus der Erinnerung dieses Buch. Das fiel ihm leicht, denn die Anekdoten sind auch im Kreise seiner musikalischen Weggefährt*innen unvergessen und lebendig.

